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8.3136 Grundkurs Willensfreiheit

Walter

Type Language Semester Credits Hours Room Time Term Year
S d 3 4 2 Mi 10-12 W 2018
BSc: optional compulsory (Wahlpflichtbereich)
BSc examination field: Philosophy of Cognition / of Mind (KOGW-WPM-PHIL)
MSc: Major subject
MSc major: Philosophy of Mind and Cognition

Syllabus:

Die Debatte um ›das‹ Problem der Willensfreiheit, die in jüngster Zeit auch in empirische Nachbardisziplinen, das Feuilleton und sogar die Belletristik auszustrahlen begann, dreht sich um ein Sammelsurium an Fragen, die uns bereits die gesamte Philosophiegeschichte hindurch begleiten. Im Kern geht es dabei in der einen oder anderen Form immer um die Frage, was es bedeutet, wenn man uns attestiert, über einen freien Willen zu verfügen und für unser Verhalten (moralisch) verantwortlich zu sein. Was ist gemeint, wenn zum Beispiel der Bundesgerichtshof feststellt, der Mensch sei »auf freie, verantwortliche, sittliche Selbstbestimmung angelegt« und deshalb befähigt, sich »für das Recht und gegen das Unrecht zu entscheiden«? Was spricht dafür oder dagegen, dass wir in diesem – oder in irgendeinem anderen – Sinne über einen freien Willen verfügen? Was spricht insbesondere dafür oder dagegen, dass wir auf eine Art und Weise ›aus eigenem freien Willen‹ entscheiden und handeln, die es rechtfertigt, uns in einen gesellschaftlichen, kulturhistorischen und juristischen Bezugsrahmen von Verantwortlichkeitszuschreibungen zu stellen, in dem unsere individuelle Entfaltung durch die Zuschreibung von Schuld und das Aussprechen von Lob und Tadel beeinflusst werden soll – und mithin beeinflusst werden können muss? Was schließlich würde es – für den Einzelnen oder die Gesellschaft – bedeuten, wenn sich herausstellte, dass die Vorstellung eines freien Willens inkohärent oder mit gewissen Grundannahmen oder empirischen Erkenntnissen unvereinbar ist?

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